Rokoko (1720-1780)
Der Barock fand in den Jahren 1720 bis 1780 eine Weiterentwicklung im Rokoko. Typisch für das Rokoko sind ausschweifende Verzierungen und die Aufgabe jeglicher Symmetrie. An die Stelle fester, starrer Formen treten leichte, zierlich gewundene Linien und häufig rankenförmige Umrandungen.
Die Rocaille, ein Ornament das aus asymmetrischen Muscheln gebildet ist, ist das kennzeichnende Dekorationsmotiv dieser Epoche.
In Deutschland ging der Rokoko seit 1750 parallel mit dem Klassizismus. Architektonische Zeugnisse des Rokoko sind u.a. das Schloss Sanssouci in Potsdam und das Münchener Residenztheater.
Porzellanplastiken der Manufakturen Meißen (J.J. Kändler) und Nymphenburg (F.A: Bustelli) In der Malerei bestimmen galante Themen, mythologische- und Schäferszenen die Sujetwahl der Künstler. Stilleben und Portraits waren ebenso beliebt wie die Pastelmalerei. In Venedig entstand zur gleichen Zeit eine eigene Variante des Rokoko die sich u.a. in den Bildern eines
Giovanni Battista Tiepolo oder Francesco Guardi widerspiegelt.
Möbel werden aufwendig geschnitzt, gefasst oder mit kostbaren Hölzern furniert und intarsiert. Bronzeschuhe, schnörkelige Schlüsselschilder und Griffe in Rocailleform verzieren die Möbel. Ein neues Möbel ist der Konsoltisch, der meist paarweise erworben wird und oft unter hohen Spiegeln an der Wand steht. Von besonderer Bedeutung ist das natürlixhe und künstliche Licht, das insbesondere in den Spiegelkabinetten zur Geltung kommt. Farbig gefasste Möbel in zarten Pasteltönen, meistens kombiniert mit Gold und Silber tragen zur freundlichen Wirkung der Innenräume bei.
Wichtige Künstler des Rokoko:
Giovanni Battista Tiepolo
Francesco Guardi
Antoinne Watteau
Francois Boucher
Jean-Honoré Fragonard
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